Ein praktischer Beitrag für den Weltfrieden

0

Mitte vergangenen Monat organisierte DIB-Chef-Blogger Resul Özcelik für die Schüler Azize, Hatice, Hakan, Rabia, Kenize, Abdullah, Halit und Mücella des Gymnasiums und Realschule Eringerfeld im Auftrag seines Arbeitgebers eine Tour zum Internationalen Sprach- und Kulturfestival. Jeder der SchülerIn hatte eine Aufgabe für das Event, das in der Schülerzeitung EfeldPRESS verarbeitet werden soll. Ich, Tatjana war mit an Bord für DIB neben Resul Özcelik. Wir brachen gegen 10 Uhr morgens mit voller Vorfreude nach Düsseldorf auf. Begonnen hat der Wettbewerb seinerzeit mit Vertretern aus nur 17 Ländern. Mittlerweile sind es 170 Länder, aus denen Jugendliche zum kulturellen Wettstreit kommen.

Aufgeregt kamen wir nach unserer Ankunft in die Große Arena des ISS Dome. Die Proben liefen bereits auf Hochtouren. Da konnten wir gleich einige Highlights, wie Jasmin Moses aus den USA live miterleben.

Trotz Sprachchaos Einvernehmen

Während die Schüler sowie Resul Özcelik ihre Arbeiten in Angriff nahmen, genoss ich die Proben und unterhielt mich mit Mitarbeitern der türkischen Presse. Sie waren extra aus der Türkei angeflogen. Das Lustige: Sie konnten kein Deutsch oder Englisch. Wie also kommunizieren? Natürlich auf Russisch. Da fing schon das Event mit seiner Internationalität an. 🙂 Russischsprechende Türken mitten im Ruhrpott! Wie oft gibt es so etwas? Was für ein Zufall! Das kam gerade passend, denn just in dem Moment kippte ich die Apfelschorle um, mitten zwischen diverse Laptops und iPhones der Pressemitarbeiter. Alles geriet in Aufruhr und versuchte die Sauerei schleunigst zu beseitigen. Ein einwandfreies Team – völlig egal, in welcher Sprache man sich unterhielt! Das Notwendige war sofort da.

Die Show rückte näher und der Saal fühlte sich. Der Chef-Blogger rannte ganz aufgeregt durch die Gegend – à la James Bond. Bis zu ca. 12.000 Begeisterte waren anwesend. Die Menge schrie und jubelte! Die Show ging sensationell los. 300 Kinder aus Ländern, wie Indonesien, Bosnien, Aserbaidschan, Philippinen, Georgien, Südafrika, Frankreich, Tadschikistan, Albanien, Algerien, Kirgistan, Moldavien und Kasachstan gaben Vollgas und heizten richtig ein. Sie haben den Begriff „Internationalität“ super darstellen können, durch Lieder in türkischer, russischer, deutscher sowie englischer Sprache. Und dass,  obwohl sie selbst aus allen möglichen Ländern stammen. Oder auch mit dem Tanz der Kulturen, bei dem die Teilnehmer verschiedener Nationalitäten mitwirkten.

Integration durch Gemeinsamkeit

Mit diesem Event wird der deutschen Bevölkerung signalisiert, dass sich jeder Einzelne und jede Gruppe sehr wohl integrieren möchte und kann. Kinder aus Südafrika und Aserbaidschan traten gemeinsam auf. Tunesien und Aserbaidschan vertraten ihren Standpunkt in der türkischen Sprache. Das zeigte eine gewisse Zusammengehörigkeit. Die Nation spielte hier keine Rolle. Kasachstan war die Power schlechthin. Ein schöner und friedvoller Weg, den Frieden zu vermitteln. Ebenfalls wurden Michael Schumacher und Guido Westerwelle Genesungswünsche ausgesprochen. Auch das war ein toller Beitrag!

Die Autorin Seyran Ates drückte ihre Begeisterung aus, indem sie sagte: „Ich verbeuge mich vor keinem, aber vor diesen Kindern verbeuge ich mich.“ Allein das zeigt, wie gelungen die Show war. Weltfrieden ist sonst vor allem ein sehr schöner Traum, aber im ISS Dome am 21.06.2014 ist dieser Traum Realität geworden.

Wir sagen: „Danke Deutschland für die Gastfreundschaft!“

Ich für mich muss sagen: Das war ein großartiger Abend, den ich immer wieder gerne erleben würde. Alle Menschen waren Eins und das hat man deutlich spüren können. Somit hat es der Veranstalter geschafft, eine der Kernbotschaften des Islam an die Medien zu vermitteln, nämlich dass Islam Frieden bedeutet und nichts Anderes! Ich freue mich schon auf das nächste Mal!

Dieser Beitrag erschien auch bei www.tatjana-rogalski.de

Kommentare

Kommentare

Share.

About Author

Tatjana Rogalski

ist Co-Chefbloggerin der Integrationsblogger, hat deutschrussische und tatarische Wurzeln. 1994 ist sie nach Deutschland ausgesiedelt. Jeder Mensch sollte Hoffnung in sich hegen, denn ohne Hoffnung ist der Untergang vorprogrammiert. "Wenn Du nicht fliegen kannst, renne, Wenn Du nicht rennen kannst, gehe, Wenn Du nicht gehen kannst, krieche. Was auch immer Du tust, Du musst weitermachen." (Martin Luther King) Denn nach jeder Erschwernis, folgt die Erleichterung! Falls die Erleichterung noch nicht eingetreten ist, dann ist es noch nicht das Ende! Sei positiv, lächle und zwar nicht erst, wenn der Sturm vorbei ist, sondern lächle ihm ins Gesicht, um ihn zu besiegen, glaube an Dich selbst und wisse, dass jeder Mensch auf seine Art und Weise einzigartig ist :)

Comments are closed.

Die Integrationsblogger