Hoch in den Lüften (DIB-Fortsetzungsroman Teil IX)

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Tatjana Rogalski

Lektorat, Admin Social Media und IntegrationsBloggerin

Ich sah es. In jedem Moment würde sie ausbrechen. Die Traurigkeit, die sie die ganze Fahrt über in sich gefressen hatte. Mein Herz zog sich zusammen. Es kam mir so vor, als ob ich für Jahrzehnte weggehen würde. Dabei würden wir einander vielleicht schon in zwei Monaten wieder sehen. Schließlich war Richmond Hill nicht Tausende von Meilen entfernt.

Sie bemerkte, dass ich sie musterte und zog ihre Lippen zu einem sanften Lächeln zusammen. Ich erwiderte es mit meinem ganzen Herzen und sie spürte, dass es nicht nur ein Lächeln war, sondern ein Lächeln gefüllt mit Liebe und das beruhigte sie ein wenig. Gut!

Der Flughafen kam zu Vorschein und alle machten sich auf den Augenblick der Trennung gefasst. Nur noch eine Stunde blieb uns, dann würden sie uns aus dem Blickfeld verlieren und wir sie.

Sofort nach Ankunft würde ich sie anrufen und berichten, dass unser Flug angenehm verlaufen war, ohne Turbulenzen oder andere Ungemütlichkeiten, auch wenn es nicht der Fall sein sollte.

Rashid fuhr auf den Miniparkplatz unseres „Flughafens“ und der Wagen kam quer auf der Markierung zum Stehen.

Ich hörte jemanden die Luft tief ein- und ausatmen, gefolgt von einem Seufzer. Entweder meine oder Munirahs Mutter.

„Wir sind da, Leute“, verkündigte Rashid.

Wie auf Befehl bewegten sich alle und stiegen aus. Ich hatte gar nicht bemerkt, dass die Sonne heute schien. So vertieft war ich in meinen Gedanken. Ein schöner, sonniger Spätsommertag!

Wir hatten noch eine Woche, uns in Richmond Hill einzuleben, bevor es losging. Es war der 23. August.

Elaine nahm den Kleinen aus dem Kindersitz auf ihren Arm, während unsere Väter sich über die Koffer hermachten. Meine Mutter stand neben Elaine und versuchte sich abzulenken, indem sie mit Rahim spielte. Ihm gefiel es.

Munirah schenkte ihrem kleinen Bruder einen ihrer letzten Blicke und ich beobachtete das ganze Geschehen um mich herum.

Wir bleiben auch brav…

Kofferbeladen sagte mein Vater: „Sollen wir nun die Mädchen hinein begleiten, oder sollen wir hier Wurzeln schlagen?“  Die Last meiner Koffer machte ihm zu schaffen. Okay, ich hatte es ein wenig übertrieben.

„Los, lasst uns gehen“, forderte ich meine beiden Familien auf.

„Ja, lasst uns keine Zeit mehr verschwenden. Genug getrödelt“, stellte Elaine mit Rahim im Arm fest.

Also marschierten wir los. Meine Mutter klammerte sich an meinem rechten Arm fest und ich erwiderte ihre Umarmung, indem ich ihr meinen Arm auf ihre Schulter legte. Ich drehte mich zu meinem Vater um und merkte, dass er das jetzt auch gern tun würde, aber die schwer beladenen Koffer verhinderten es. Also lief er neben uns her und gab sich mit unserem Anblick zufrieden.

„Ich hol schon mal die Tickets.“ sagte Munirah und eilte davon.

Eine Weile später war sie wieder da. Wir begaben uns in den Wartebereich und nahmen Platz. Die beiden Väter checkten für uns unsere Koffer ein. In Wibaux war es kein Problem, da unsere Väter und der Flughafenangestellte sich sehr gut kannten. Nichts Ungewöhnliches!

Es blieb uns nur noch eine halbe Stunde. Meine Mutter bereitete innerlich ihre Abschiedsrede vor, während Elaine schon mit Munirah in ihrer vertieft war.

„Emily?“ sagte sie, um die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. Ich riss meine Augen von den Beiden los und widmete mich meiner traurigen Mutter.

„Ja.“

„Du und Munirah… ich wünsche euch viel Spaß. Esst aber nicht nur aus der Mensa, sondern kocht euch was Vernünftiges. Ihr sollt mir nicht mager zurückkommen. Ich schau mich mal nach leichten Rezepten um und schicke sie dir dann per Post.“ Email würde zwar schneller gehen, aber sie konnte einfach nicht begreifen, wie so etwas funktionierte.

Das war nicht ihr Fachbereich.

„Und bleibt nicht lange auf wegen irgendwelchen Partys. Ihr seid ja zum Lernen da.“

Ich konnte es mir nicht verkneifen, die Augen zu verdrehen. Partys waren noch nie meine Leidenschaft. Ich hatte nichts gegen sie, aber für sie war ich auch nicht. Und sie wusste es. Trotzdem wollte sie nicht von ihrer Checkliste der Gefahren abweichen.

„Mum, ich glaube, wir werden eher Lesepartys veranstalten als zu Partys gehen und sollte es dazu kommen, dass wir doch zu einer gehen, dann kann ich dir versichern, dass wir rechtzeitig in unseren Betten sein werden.“

Ich war einfach so vernünftig und erwachsen für mein Alter.

Mein Vater James und Rashid mit Rahim gesellten sich zu uns und unterbrachen damit den Vortrag meiner Mutter rechtzeitig.

„Na ihr“, sagte Rashid in Richtung seiner Familie und ging zu ihnen hinüber. Mein Vater setzte sich neben mich.

„Ja, nun ist es soweit. Nun verlässt das Küken das Nest“, sagte er nostalgisch.

„Pa, wir werden uns bestimmt früher sehen, als du denkst.“

Immer musste ich versuchen, alle zufriedenzustellen. Allerdings gelang es mir nicht immer wie jetzt.

„Passt auf euch auf und benehmt euch artig.“

„Du weißt, dass du das gar nicht zu sagen brauchst.“

Meine Mutter verfolgte das Gespräch aufmerksam, um sich nichts entgehen zu lassen. Die letzten Minuten.

„Ja, aber man sagt doch solche Dinge als Vater, oder? Lass mich doch wenigstens so tun, als ob ich das müsste“, sagte er spöttisch.

Der unvermeidliche Moment

Wenn ich daran dachte, was wäre, wenn mein Verhalten nicht korrekt wäre, würden sie sich dann noch mehr Sorgen machen? Gut, dass es nicht der Fall war.

Die Gholam-Familie bewegte sich zum Aufstehen und sie schauten als Aufforderung in unsere Richtung.

„So, jetzt müssen wir uns langsam der Realität stellen. Unsere Töchter verlassen uns“, sagte mein Vater geknickt und schaute Munirah und mich an.

Der Flughafenangestellte kam zu uns hinüber. Ein kleiner, dicker, glatzköpfiger Mann im Sakko namens Wilson. „So meine Lieben! Ich habe die Info bekommen, dass Sie einsteigen können. Die Maschine ist startbereit“, sagte er in freundlichem Ton.

Wir begaben uns zur Tür und sahen das Flugzeug. Es kam mir so vor, als ob es wie ein Auto einfach so parken würde. Weit und breit war kein anderes Flugzeug. Wahrscheinlich würde in zwei Wochen oder vielleicht später eine andere Maschine hier stehen und jemanden abholen.

Meine Eltern realisierten den Augenblick und umarmten mich beide gleichzeitig. Ich erwiderte die Umarmung und die Tränen kullerten unaufhaltsam über meine Wangen.

„Schatz, ich wünsche dir alles Gute. Melde dich, sobald du da bist, ja? Wir vermissen dich jetzt schon, meine Tochter. Denk an meine Worte. Ich liebe dich, mein kleiner Schatz“, sagte meine Mutter weinend in unserer Familienumarmung.

„Ich liebe dich, meine Kleine! Pass auf dich auf. Sei ein braves Mädchen“, Mein Vater konnte seine Tränen ebenfalls nicht zurückhalten, aber ich wusste, das wollte er auch nicht. Es war kein Problem für ihn, seine Gefühle seiner Familie gegenüber zu zeigen, im Gegenteil. Zwar versuchte er dies so weit wie möglich hinauszuschieben, aber er zeigte sie.

„Ich liebe euch auch! Mum, Pa!“

Ich schaute ihnen beiden in die Augen und umklammerte sie noch fester.

„Ich verspreche, ich werde mich benehmen und auf mich aufpassen. Ich ruf euch an, sobald sich die Möglichkeit bietet. Ich liebe euch!“

Jemand räusperte sich und wir lösten uns aus unserer Umarmung.

„Entschuldigen Sie, aber Sie müssen langsam einsteigen Miss“, sagte Wilson verlegen.

„Ja, natürlich. Schätzchen, nun geh. Ich wünsche dir das Beste“, sagte meine Mutter mit gebrochener Stimme und schubste mich in Richtung Flugzeug.

„Okay. Macht’s gut!“ Meine Stimme versagte. Mehr konnte ich nicht über meine Lippen bringen und stolperte widerwillig zum Flugzeug. Ich sah auch Munirah tränenüberströmt, die sich von ihren Eltern losriss und zum mir hinüberkam.

„Tschüss, Mama, Papa, Rahim…“ Sie schniefte.

Sie nahm meine Hand und sagte zu mir mit einem gezwungenen Lächeln: „Nun hinaus in die Welt.“

„Ja.“

Wir drehten uns noch einmal zu unseren winkenden Familien um und stiegen die Treppe hinauf in das kleine Flugzeug, was uns allerdings groß vorkam, da wir nicht oft eins zu sehen bekamen.

Wir verlassen heimatlichen Boden

Das Flugzeug war nicht voll. Etwa drei Viertel der Plätze waren besetzt. Wir setzten uns auf die ersten freien Plätze, die wir gesehen hatten.

Munirah tippte an meine Schulter und sagte eilig „Emily, Emily … schnell … deine Eltern warten, dass du rausguckst.“

Ich beugte mich vor und sah aus dem Fenster. Meine Eltern standen da und winkten mir zu.

Mein Vater legte seinen rechten Arm auf ihre Schulter und sie ihren Kopf auf seine. Daneben standen Rashid und Elaine mit ihrem Sohn im Arm. Alle winkten sie eifrig und lächelten.

Wir winkten zurück.

Ich hörte das Geräusch der Turbinen aufheulen und das Flugzeug rollte los in Richtung Flugstartbahn.

Ich versuchte so lange es ging meinen Eltern zuzuwinken, aber durch das Rollen konnte ich sie nach ein paar Sekunden nicht mehr sehen.

Ich wischte die Tränen mit dem Handrücken weg und schmiegte mich in meinen Sitz.

„Alles klar?“, fragte mich Munirah mit brüchiger Stimme.

„Ja, es geht gleich wieder und bei dir?“

„Ja.“

Eine Weile saßen wir ohne zu reden da.

Durch das ruckartige Beschleunigen wurden wir in die Sitze gepresst. Die Geschwindigkeit steigerte sich, mir kam es so vor, wie Lichtgeschwindigkeit.

Dann riss sich das Flugzeug vom Boden los und schoss in die Höhe der Unendlichkeit.

Jetzt berührten wir den Boden von Wibaux nicht mehr. Wann würden wir diesen wieder berühren können? Bald? Das konnte ich jetzt noch nicht beantworten.

Ich beruhigte mich langsam und konzentrierte mich auf das Bevorstehende. Munirah schien das Gleiche zu tun.

Nach etwa einer Viertelstunde kam die Flugbegleitung mit dem Rollwagen voller Essen. Sie fragte die Passagiere in den Vorderreihen, was sie zu trinken wünschten. Kaffee, Tee, Saft oder doch vielleicht lieber etwas Alkoholhaltiges? Das werde ich wahrscheinlich nie verstehen, warum man während eins Fluges Alkohol trinken muss.

Ich würde jetzt Saft bevorzugen. Vielleicht würde es auf mich positiv wirken.

Sie verteilte das Essen und war nun bei uns angelangt.

„Was wünschen die jungen Damen zu trinken? Kaffee, Tee, Orangensaft?“

Sie sah selber ziemlich jung aus. Ich würde sie in die Mitte der Zwanziger einstufen.

„Haben Sie auch Apfelsaft?“ fragte sie Munirah mit leiser Stimme.

„Ja, natürlich.“ Sie wandte ihren Kopf zu mir. „Und was möchten Sie, Miss?“

„Ich nehme auch einen Apfelsaft. Danke!“

Hunger hatte ich jetzt nicht. Munirah auch nicht, denn als die Stewardess ihr das Tablett reichen wollte, winkte sie abweisend mit der Hand.

„Kein Hunger?“, fragte die schöne junge Frau hinterm Rollwagen.

„Nein, nicht besonders“, antwortete ich für uns beide.

„Okay. Sagen Sie mir Bescheid, falls Sie etwas wünschen.“

Die gleichen Fragen stellte sie den Passagieren hinter uns und denen dahinter…

Ich schaute zu Munirah hinüber und sah ihre traurige Visage.

„Sollten wir uns nicht eigentlich freuen?“, fragte ich, um sie irgendwie aufleben zu lassen.

„Ja, schon. Hast du Recht. In den Semesterferien kommen entweder sie uns besuchen oder wir sie.“

„Wahrscheinlich so wird es sein. Aber komm schon, jetzt dürfen wir uns auch ein bisschen freuen. Cheese!“

Blick zurück mit Kopfschütteln

Ich setzte ein übertriebenes Lächeln auf und damit war die Mauer durchbrochen. Sie erwiderte mein Lächeln, erst ein bisschen zaghaft und dann heiter.

„Ja. Wenn ich an die ganzen Sachen denke, die uns jetzt bevorstehen. Wir werden Ausflüge machen. Toronto, ich komme“, schrie sie fast.

„Ups!“

„Ja. Wir sind nicht allein. Schön, dass es dir aufgefallen ist. Spar dir das für später auf.“

„Ja, ja“, Sie schmollte schauspielernd.

Jetzt war die Trauer vorüber und vor uns lag die sehnlichst erwartete Zukunft.

„Was meinst du, wie sind die Menschen dort? Für uns wird es wahrscheinlich alles wild sein in so einer großen Stadt, nicht?“, fragte sie mit Aufregung in ihrer Stimme.

„Ich weiß nicht. Lassen wir uns überraschen. Ich denke, sie sind ganz anders als in Wibaux. Ich kann es mir selbst nicht vorstellen. Wie wohl unsere Wohnung aussieht? Auf den Fotos konnte man nicht viel sehen. Mein Vater sagt, sie ist neu renoviert und möbliert worden.“

Wie ich meinen Eltern versprochen hatte, lief der Flug ohne Turbulenzen ab.

„Du hast mir ja noch gar nicht erzählt, wie Tony reagiert hat.“ stellte Munirah fest und schaute mich verärgert an.

„Ach ja, das habe ich total vergessen. Das kommt mir vor, als ob es schon Wochen her wäre, dabei war es erst vor ein paar Tagen. Ich kann dir sagen, er hat mir so was von bewiesen, dass ich die richtige Entscheidung getroffen habe. Wie er sich aufgeführt hat…“ Ich schüttelte den Kopf, um sein eingebildetes Bild in meinem Kopf wegzublasen, doch er blieb hartnäckig dort, wo er war.

„Erzähl schon…“ drängte Munirah.

„Okay, okay.“ Ich berichtete ihr über das Bestaunen seiner selbst in dem Rückspiegel, seine widerwärtigen, provozierenden Aussagen und meinen darauf folgenden Wutausbruch.

Als ich meine Story erzählt hatte, bemerkte ich, dass Munirah mich mit offenem Mund und geschockten Augen anstarrte.

„Was ist?“, fragte ich sie unschuldig.

„Was würdest du denn an meiner Stelle machen? Diese herablassende Art über dich ergehen lassen?“

„Nein, das nicht. Aber du? So kenne ich dich ja gar nicht. Lass mich mal die Jahre Review passieren … hmmm … nein … nein, ich kann mich nicht an ein einziges Mal erinnern.“

„Ja, ja, ich weiß. Aber wenn du ihn vor dir sehen würdest, wie er da so saß…“ Ich musste knurren.

„Der war ja einfach unglaublich. Er denkt, er wäre sooo unwiderstehlich, dabei ist er wie eine Mülltonne an der nächsten Ecke. Findest du an jeder Ecke und voll beladen mit stinkendem Abfall.“

Munirah kicherte.

„Endlich bist du aus dir raus gegangen und hast ihm gezeigt, dass nicht nur er die Meinung sagen kann, so wie er bestimmt immer von dir gedacht hatte. Eingebildeter Blödmann! Arroganter Egoist! Oberflächlicher Widerling!“

Jetzt konnte sie endlich die Wörter sagen, die sie schon immer sagen wollte, ohne befürchten zu müssen, mich zu verletzen.

Ich musste lachen. Sie sprach mir aus der Seele. Die Wörter trafen vollkommen auf Tony zu. Sie spukten schon lange in meinem Kopf, aber ich verdrängte sie bewusst. Wie blöd!

Oh nee, wer ist das denn?!

Ich bemerkte die zwei Mädchen, die hinter uns saßen. Sie sprachen über eine Universität. Welche, hatte ich aus dem Gespräch nicht raus gehört, da ich mit Munirah beschäftigt war.

Ich lauschte ein wenig. Munirah beschäftigte sich inzwischen mit ihrem neuen iPod, den ihre Eltern ihr zum Abschied gekauft hatten.

„Ich bin schon so neugierig, Mary. Wie wird wohl unser Jahrgang sein“, sagte eine von ihnen in einer hohen Stimme.

„Ich auch. Ich bin so aufgeregt. In welche Verbindung wir wohl reinkommen? Wie sind die Jungs dort?“, sagte ihre Nachbarin ebenfalls aufgeregt.

Gott, was für Typen? Wenn interessierte das schon? Gingen sie studieren oder auf Männerjagd? Typisch für solche hormongesteuerte Weiber. Haben nichts anders im Kopf. Hatten sie vielleicht auch im Internet recherchiert, aus welchen Staaten der USA die Gutaussehenden kamen? Das würde ich nicht abstreiten. Bestimmt! Ich konnte meine Neugier nicht mehr halten, also spähte ich zwischen zwei Sitzen und fragte „Hallo, ich bin Emily. Ich gehe auch nach Richmond Hill studieren. Was habt ihr denn für eine Fachrichtung gewählt?“

Sie schauten sich gegenseitig an. Die Dunkelhaarige war wohl Mary, da die Blonde sie mit diesem Namen ansprach.

„Hi, ich bin Henrietta Hutton und das ist meine Freundin Mary Buono. Wir haben beide Ägyptologie gewählt. Und du?“

Oh Mist! Ich hatte diese zwei Hormonbestien in meinem Jahrgang. Jetzt würde ich sie jahrelang ertragen müssen.

Munirah drehte sich ebenfalls um. Sie spähte über ihren Sitz, lehnte ihre beiden Hände auf die Kopfstütze und verfolgte die Unterhaltung.

„Ähm … ich hab auch Ägyptologie gewählt. Das ist Munirah, meine Freundin.“ Ich zeigte mit einer Kopfbewegung auf Munirah. Sie beäugten kritisch ihre schlaue Gestalt und mir wurde klar, dass sie nicht gerade meine Freundinnen werden würden.

Weitere Folgen von Emily Moon und Munirah Gholam

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Tatjana Rogalski

ist Co-Chefbloggerin der Integrationsblogger, hat deutschrussische und tatarische Wurzeln. 1994 ist sie nach Deutschland ausgesiedelt. Jeder Mensch sollte Hoffnung in sich hegen, denn ohne Hoffnung ist der Untergang vorprogrammiert. "Wenn Du nicht fliegen kannst, renne, Wenn Du nicht rennen kannst, gehe, Wenn Du nicht gehen kannst, krieche. Was auch immer Du tust, Du musst weitermachen." (Martin Luther King) Denn nach jeder Erschwernis, folgt die Erleichterung! Falls die Erleichterung noch nicht eingetreten ist, dann ist es noch nicht das Ende! Sei positiv, lächle und zwar nicht erst, wenn der Sturm vorbei ist, sondern lächle ihm ins Gesicht, um ihn zu besiegen, glaube an Dich selbst und wisse, dass jeder Mensch auf seine Art und Weise einzigartig ist :)

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