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© Tatjana Rogalski

Jedes Mal, wenn Weihnachten kurz vor der Tür steht, muss ich an Bethlehem denken und wie schön dort Christen und Muslime zusammen ihre Feierlichkeiten ausleben, sich gegenseitig für einander freuen.*
Auch ich verbringe heute, wie jedes Jahr den Abend gemeinsam mit meiner christlichen Familie.

Gemeinsame Zeit ist Gold wert

Wie es heutzutage so ist, sind viele berufstätig und an Weihnachten kommen alle Familienmitglieder zusammen, was im Rahmen des Alltags nicht immer möglich ist.
Was steht für mich im Vordergrund, besonders an diesen Tagen?
Ich möchte den Zusammenhalt der Familie aufrechterhalten und mit ihnen Zeit verbringen, weil es für mich von großer Bedeutung ist.
Meine Mutter, sowie insbesondere die Kinder meiner Schwester lieben diese fröhliche bunte Welt und genießen die Winterzeit.

Respekt und Güte insbesondere gegenüber den Eltern

Ich möchte meiner Nichte und meinem Neffen eine Freude bereiten und sie beschenken und ebenfalls mich beschenken lassen, denn auch das bereitet meinen Eltern, als auch weiteren Familienmitgliedern eine Freude.
Meine Mutter macht sich die Mühe und bereitet mit Vorfreude für uns das Essen zu, besonders auf mich nimmt sie Rücksicht, in dem sie die Speisen dementsprechend zubereitet. Wäre es da angebracht, dass ich diese Mühe einfach ignoriere oder verweigere und somit ihr gegenüber meine Undankbarkeit entgegenbringe?

Mühe muss wertgeschätzt werden

Ebenfalls geht sie in die pulsierende Stadt nach einem harten Arbeitstag und zerbricht sich den Kopf, was mir den als Geschenk gefallen könnte, sie macht die Wohnung zurecht, schmückt sie und das alles, weil sie möchte, dass wir uns wohl fühlen. Soll ich sie also im Regen stehen lassen und ihre Aufmerksamkeit ignorieren? Was denkst Du?

Nun, warum schreibe ich diesen Beitrag überhaupt?

Möchte ich mich rechtfertigen, warum ich mit meiner Familie Weihnachten feiere?
Nein, keineswegs. Ich möchte die wesentlichen Dinge in den Vordergrund stellen und zum Nachdenken anregen, was denn nun wichtiger ist.

Ist es etwas Tiefsinniges oder doch eher oberflächlich und unnötig? Oder ist es eher tiefsinnig zu Hause zu bleiben, fern von Deiner Familie?
Entscheide Du.

Ich wünsche allen meinen christlichen Freunden und auch den Muslimen, die bei ihren Familien sind, einen gemütlichen Heiligabend und besinnliche Weihnachten.

Mit freundlicher Unterstützung von Dr. Ali Özgür Özdil
* Diese Informationen habe ich aus Reportagen und berichten.

Hinweis: In dem o. g. Link mit den 138 muslimischen Gelehrten geht es ums Gratulieren zu Weihnachten und nicht um das Feiern an sich.

Dieser Beitrag erschien auch bei tatjana-rogalski.de

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About Author

Tatjana Rogalski

ist Co-Chefbloggerin der Integrationsblogger, hat deutschrussische und tatarische Wurzeln. 1994 ist sie nach Deutschland ausgesiedelt.
Jeder Mensch sollte Hoffnung in sich hegen, denn ohne Hoffnung ist der Untergang vorprogrammiert.
„Wenn Du nicht fliegen kannst, renne,
Wenn Du nicht rennen kannst, gehe,
Wenn Du nicht gehen kannst, krieche.
Was auch immer Du tust, Du musst weitermachen.“ (Martin Luther King)
Denn nach jeder Erschwernis, folgt die Erleichterung!
Falls die Erleichterung noch nicht eingetreten ist, dann ist es noch nicht das Ende! Sei positiv, lächle und zwar nicht erst, wenn der Sturm vorbei ist, sondern lächle ihm ins Gesicht, um ihn zu besiegen, glaube an Dich selbst und wisse, dass jeder Mensch auf seine Art und Weise einzigartig ist :)

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