Medienverzicht heißt morgendlichen Brechreiz vermeiden

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Manchmal verspürt man halt die Lust, aus seiner Welt aufzutauchen und zu schauen, was in der anderen „Welt“ los ist. Und für solche Zwecke gibt es da Quellen, die dem Bürger die „nötigen Informationen“ liefern. Und dann schaltet man die schlauen Nachrichten ein.

Montagmorgen. Morgens schon Aggrokicks! Erst mal kommt ein Bericht über Altenheime. Rentner werden wie Dreck behandelt. Sitzen in eigenen Exkrementen und werden geschlagen – aber zack wird umgeswitcht auf Orlando Bloom, seinen neuen Film und seine sexy Ex, selbiger Affärengerüchte angedichtet. Wen interessiert’s? Und zack vom Wichtigen abgelenkt und alles vergessen.

Ich persönlich habe sehr viele grauenvolle Geschichten über Altenheime gehört und es wird immer schlimmer. Auch leider selbst mitangesehen. Frauen, die ihren geistig behinderten Mann abschieben, nachdem er durch einen Unfall in einem Pflegeheim landete, weil er ins Wachkomma gefallen war. Und sie hat einen Neuen und lässt es sich gut gehen mit der Kohle. Dabei heißt es „in guten wie in schlechten Zeiten“ und nicht nur in guten. Das tat mir in der Seele weh. Ich sah seinen Blick und den Schmerz in seinen Augen und was er fühlte, auch wenn er es nicht sagen konnte. Das Phänomen „Wachkoma“ ist nicht genügend erforscht.

Umgekehrt gibt es so etwas sicherlich auch: Männer, die so lieblos mit ihren Frauen umgehen. Ich könnte es nicht übers Herz bringen, meine Eltern oder auch meinen Mann dort abzuladen. Es gibt immer eine Möglichkeit, wie man das meistern könnte. Wo bleibt da die Liebe den Eltern oder dem Mann gegenüber? Aber das ist hier nicht das Thema!

Wie das Land vor unser aller Augen vor die Hunde geht

Die Gesellschaft wird absichtlich ins Verderben gelenkt. Egal wo man hinschaut, nur Müll und das Erregen von Brechreiz. Reicht es nicht, dass im Essen alle möglichen Giftstoffe enthalten sind, die man unfreiwillig zu sich nimmt, weil ja nicht alles deklariert werden muss?

Vollkommene Verblödung wird angestrebt.

Dienstagmorgen: Drive-In-Praxis an der Tanke. Sorry, aber das ist für mich eine weitere Unterstützung der modernen Versklavung und des Zerfalls der Familie bzw. der Gesellschaft! Die Arbeitgeber sollten eigentlich im eigenen Interesse die Mitarbeiter dazu motivieren, regelmäßig zum Arzt zu gehen. Stattdessen wird mehr und mehr Druck ausgeübt. Frauen, die ihre Kinder hüten, sind „nicht emanzipiert“ – und das zu sein ist im heutigen Europa offenbar schlimmer als Fördermitglied der NPD zu werden.

Hauptsache schnell ackern, shoppen gehen, irgendwann umkippen und ersetzt werden -das kann man doch nicht mehr ernst nehmen! Das, was die Ärzte uns verschreiben, kann man sich auch selbst verschreiben. Man hat doch schon überhaupt keine Lust mehr, zum Arzt zu gehen, weil eh immer falsch diagnostiziert wird, es sei denn, den Arzt kennt man durch Connections oder man hat einen von 1000 getroffen, der noch wirklich mit Herzblut bei der Sache ist. Und das ist der Knackpunkt: Dieses „keine Lust mehr“ ist auch eine absichtlich provozierte Konsequenz. Eine Kettenreaktion entsteht: Die Bürger wollen nicht zum Arzt gehen. Krankheiten werden zu spät erkannt. Da reiben sich gewisse Personen die Hände, denn für Operationen und teure Medikamente sind die Einnahmen weitaus größer als für präventive Maßnahmen.

Von Mittwoch bis Samstag habe ich es leider nicht ausgehalten und wollte meine Nerven schonen. Deshalb habe ich bewusst auf Nachrichten, Zeitung etc. verzichtet.

Islamophobie als Muttertagsgeschenk

Dann aber Sonntagmorgen: Schönes Frühstück. Da muss auch etwas Unterhaltung her. Also doch wieder zur Zeitung gegriffen.

Jetzt wird noch der Muttertag dazu ausgenutzt, um gegen den Islam zu hetzen, durch die „bewegende Ansprache“ von Michelle Ob. Dazu noch ein sorgenvoller Blick und wups, haben wir das Terrorbild vollständig!

Die dumme Strategie ist doch schon echt veraltet und langweilig. Sie sollen sich mal was anderes einfallen lassen, um das ganze etwas spannender zu gestalten. Das Wort Kreativität ist ihnen wohl fremd! Außerdem was steht hier mehr im Vordergrund? Die Islamhetze oder 200 entführte Mädchen?

Die Entführung von Schülerinnen geht mir auch sehr nahe, aber das sollten sie nicht auf Kosten einer Religion machen, die mit den Vorwürfen rein gar nichts zu tun hat, sondern das genaue Gegenteil befürwortet. Unsere Gesellschaft betrachtet sich heutzutage als so klug und gebildet, dabei haben die Meisten den elementarsten Teil bis heute nicht verstanden!

Es muss ein Feiertag erfunden werden, damit die Mutter an einem Tag im Jahr geehrt und der Konsum gesteigert wird. Sicherlich freut sie sich, um eine kleine Aufmerksamkeit, die wir ihr an dem Tag evtl. schenken. Doch sie freut sich mehr, wenn wir ihr diese Aufmerksamkeit nicht durch materielle Dinge vermitteln, sondern durch unser Dasein für sie, sowie ihres für uns und das jeden Tag!

Dafür danke ich dem Prophet Muhammed (saws), dass Er (saws) das nicht auf den einen Tag reduziert hatte! ER (saws) wusste SIE jeden Tag zu schätzen. Doch solche Wahrheiten werden der Gesellschaft immer vorenthalten. Tja! Das ist aber so!

Das Ideal der völligen Würdelosigkeit

Parallel kriegt man noch den Wahnsinn von Germanys Next Topmodel mit. Junge Mädchen kriegen eine Gehirnwäsche verpasst, damit sie sich möglichst billig darstellen und ihre freiwillige Entwürdigung auch noch für gut befinden. Am besten ist immer noch, wenn sie dann Angst haben, mal ein Stück Schokolade zu essen. Oder der ganze Kram von „My Model“, der schon kleinen Vorschulkindern angedreht wird in diversen Bücherlaeden usw., damit sie schon im Kindesalter darauf gedrillt werden, auf ihre Figur zu achten, hübsch und modebewusst auszusehen. Sie dürfen eben nicht mehr Kind sein und einfach nur unbeschwert im Sandkasten spielen.

Und auch die Begriffe Toleranz und Normalität und wie sie hier verstanden werden, verstehe ich mittlerweile auch nicht mehr. Da wird eine Conchita Wurst toleriert bzw. muss toleriert werden (russische Zwillinge hingegen werden es offenbar nicht) und ein bärtiger Muslim wird als böse abgestempelt. Jeder ist für sein Handeln und seine Taten selbst verantwortlich und muss so genommen werden, wie er ist. Keine Frage! Aber dann gelte das bitte für alle und nicht nur insofern, als man komischen Gestalten huldigen muss. Geht es um einen Muslim, ist das Abweichen von der Mehrheit plötzlich nichts mehr, was man „mutig“ oder „notwendig“ findet. Uuuuuh, ein Bart, wie gefährlich! In Deckuuuuuuung! Vielleicht kann der gefährliche bärtige Mann mit seinem Bart ja jemandem die Augen auspieksen. Gar keine so schlechte Idee, dann würde der betreffenden Person der ganze Kram erspart bleiben…

Toll finde ich Sprüche wie „Conchita Wurst oder Frauen wie Micaela Schäfer sind schlau. Sie stellen sich dumm und machen ihr Ding. Dadurch kommen sie groß raus“. Mag sein, dass sie dadurch Kohle machen. Schön und gut für sie. Aber was hat man noch davon? Kann man sich Glück kaufen oder Würde?  Ja, ich vergaß: billige Aufmachung, einen Teil zur Verblödung der Masse beitragen. Das können sie! Da sieht man, wo die Werte der Meisten liegen. Na ja. Viel Spaß noch damit.

Die Werte Wursteuropas sind nicht meine

Einen fetten Pluspunkt hatte schon immer Jessica Alba bei mir. Neben Angelina Jolie natürlich. Sie hat sich in ihrem Arbeitsvertrag eine Klausel aushandeln lassen, die besagt, dass sie in keinen Nacktszenen mitspielt. Schön, dass es auch so etwas noch gibt. Da stirbt die Hoffnung doch nicht ganz.

Tut mir leid, dann bin ich halt „intolerant“ oder „konservativ“, wenn die Gesellschaft so will. Aber die Werte des Wursteuropas sind nicht meine. Das ist schlimm? Mag sein. Ist mir schnuppe!

Ich frage mich lieber: Wo sind wir gelandet? Vielleicht kann mir das mal jemand erklären?

Ach ja, bevor ich es vergesse: Schönen Gruß an die  „Familienexpertin“; vielleicht solltest Du mal überlegen, woran das liegt, dass die Geburtenrate sinkt, anstatt mehr Rentenbeiträge abzuzocken! Schöne Strategie, sich den Mund fusselig reden, bis niemand mehr durchblickt und dann die eigenen Ziele umsetzen.

Ich tauche mal lieber wieder in meine Welt ab….

Dieser Artikel erschien auch auf www.integrated-happiness.de

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About Author

Tatjana Rogalski

ist Co-Chefbloggerin der Integrationsblogger, hat deutschrussische und tatarische Wurzeln. 1994 ist sie nach Deutschland ausgesiedelt.
Jeder Mensch sollte Hoffnung in sich hegen, denn ohne Hoffnung ist der Untergang vorprogrammiert.
„Wenn Du nicht fliegen kannst, renne,
Wenn Du nicht rennen kannst, gehe,
Wenn Du nicht gehen kannst, krieche.
Was auch immer Du tust, Du musst weitermachen.“ (Martin Luther King)
Denn nach jeder Erschwernis, folgt die Erleichterung!
Falls die Erleichterung noch nicht eingetreten ist, dann ist es noch nicht das Ende! Sei positiv, lächle und zwar nicht erst, wenn der Sturm vorbei ist, sondern lächle ihm ins Gesicht, um ihn zu besiegen, glaube an Dich selbst und wisse, dass jeder Mensch auf seine Art und Weise einzigartig ist :)

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