Showing 1 of 1

Man sagt ja so schön, man soll die Vergangenheit ruhen lassen. Ja, das ist ein richtiger Denkansatz. Doch was, wenn die Vergangenheit uns immer wieder einholt? Uns immer wieder im Kreis drehen und die Zeit stehen lässt? Es entwickelt sich nichts weiter. Im Gegenteil: Es verschlimmert sich nur. Irgendwie fühle ich mich in die Vergangenheit zurückversetzt.

Paris: Bei mir ist 9/11 Feeling

Und auch wenn heute nicht Freitag der 13.11. ist und die fetten Schlagzeilen schon alle verpufft sind, um die Leserzahl genau in dem Moment zu treffen, interessiert es mich nicht. Es nervt mich auch einen Artikel zu schreiben, nur damit ich einen Moment erwische, um die Statistik nach oben zu treiben.

Das würde in mir nur Stress auslösen und Stress mag ich nicht. Ich gehe ihn mit allen Mitteln um und das ist auch nicht der Sinn, den ich verfolge.

Ich rede von den Anschlägen in Paris. Nun zum wiederholten Mal ist es passiert. Und warum und von wem?

Der erste Anschlag in Paris hat wohl nicht so gefruchtet, wie gewünscht. Deshalb müssen „härtere Maßnahmen“ ergriffen werden. Mehr Menschen „müssen“ sterben, mehr Leid, mehr Blut, mehr Drama, mehr Panik….

Ich kann es echt nicht mehr sehen

Welcher politische Zweck auch immer dahintersteckt, wer auch immer dahinter steckt, es ist einfach grausam und die Berichterstattung wird mal wieder dafür ausgenutzt neuen Hass innerhalb der Bevölkerung zu schüren. Ich kann weder die ganzen Beiträge darüber in Facebook, Twitter und Co. lesen, noch in anderen Zeitschriften. Ich kann es echt nicht mehr sehen. Es ist immer und immer und immer wieder das Gleiche. Wenn etwas über einen Fall berichtet wird, so ist die Sachlichkeit und die Berichterstattung auf Fakten total im Hintergrund und wird eventuell mal eben erwähnt. Im Vordergrund steht immer und immer und immer wieder der Hass, HasS, HASS, der innerhalb der Gesellschaft geschürt wird. Die „schöne“ Darstellung und die Reime der Wörter biegen es wieder mal hin, dass normales Miteinander nicht mehr funktioniert. Wenn doch das Wohl der Bürger im Vordergrund steht, warum ist die Sprache der Geschicklichkeit wieder mal in die entgegengesetzte Richtung gelenkt worden?

Es reicht nicht, dass Unschuldige gestorben sind, ihre Familien nun leiden und einen Schaden davon getragen haben, wahrscheinlich für ihr ganzes Leben. Nein, die gesellschaftliche Lage und das Leben des Miteinanders wird immer schwieriger und komplizierter, dabei verfolgen wir doch alle das gleiche Ziel: Frieden!

Mögen die Verstorbenen ihren Frieden finden und die Verantwortlichen dafür zur Rechenschaft gezogen werden!

Dieser Beitrag erschien auch bei tatjana-rogalski.de

Kommentare

Kommentare

Share.

About Author

Tatjana Rogalski

ist Co-Chefbloggerin der Integrationsblogger, hat deutschrussische und tatarische Wurzeln. 1994 ist sie nach Deutschland ausgesiedelt. Jeder Mensch sollte Hoffnung in sich hegen, denn ohne Hoffnung ist der Untergang vorprogrammiert. "Wenn Du nicht fliegen kannst, renne, Wenn Du nicht rennen kannst, gehe, Wenn Du nicht gehen kannst, krieche. Was auch immer Du tust, Du musst weitermachen." (Martin Luther King) Denn nach jeder Erschwernis, folgt die Erleichterung! Falls die Erleichterung noch nicht eingetreten ist, dann ist es noch nicht das Ende! Sei positiv, lächle und zwar nicht erst, wenn der Sturm vorbei ist, sondern lächle ihm ins Gesicht, um ihn zu besiegen, glaube an Dich selbst und wisse, dass jeder Mensch auf seine Art und Weise einzigartig ist :)

1 Kommentar

  1. Pingback: Anschläge von Paris: Der Trauer Worte geben - Integrationsblogger

Die Integrationsblogger