Warum ich plötzlich doch nicht mehr Charlie bin

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Bildquelle: Dirk Ingo Franke | CC-BY-SA-4.0 | Berlin rally in support of the victims of the 2015 Charlie Hebdo shooting

Einige Wochen ist das schreckliche Attentat auf das Satiremagazin Charlie Hebdo her, auch ich habe in den ersten Stunden des Attentats „Je suis Charlie“ als Profilbild verwendet.

Mit der Zeit habe ich allerdings gemerkt, wie sehr mit zweierlei Maß gemessen wird. Satire ist Teil der Pressefreiheit, das steht fest. Etliche Zeitungen haben nach dem Anschlag Karikaturen von einem für den Islam sehr bedeutsamen Propheten gedruckt, den abzubilden nach dem muslimischen Glauben streng verboten ist, und somit wurden immer und immer wieder unbeteiligte Muslime in einem wichtigen Teil ihrer Persönlichkeit, nämlich ihrer religiösen Identität verletzt.

Es gibt Berichte über das Magazin, dass es Karikaturisten auf Grund antisemitischer Beiträge gefeuert haben soll, sowie, dass der Papst eine Karikatur über die Kirche verhindert haben soll.

Ich möchte keine andere Religion verurteilen, aber wo ist da bitte die Verhältnismäßigkeit?
Wieso stürzen wir uns fast nur auf den Islam, wenn es um Meinungsfreiheit geht und verurteilen gleichzeitig Karikaturen die sich z. B. über den jüdischen Glauben belustigen.
Ich wiederhole mich nochmal, das ist kein Vorwurf an eine andere Religion, aber ich bitte nur um Verhältnismäßigkeit.

Bitte öffnet eure Augen!

Mein Opa, der seit über 40 Jahren in Deutschland lebt, wird plötzlich zum potenziellen Terroristen erklärt! Warum?!

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