Wegen Gaza nicht mehr mit dem anderen reden?

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Bildquelle: Samer | CC BY-ND 4.0Gaza Jail Breaks 

Aufgrund der aktuellen Lage in Gaza, Syrien und anderen Ländern, herrscht in den sozialen Netzwerken das totale Chaos. Menschen greifen einander gegenseitig an, beleidigen einander. Die Folgen sind Frustration, Kontaktabbruch und Abneigung. Dabei dürfen wir nicht die gesamte Menschheit pauschal betrachten. Alle Eventualitäten müssen bei Betrachtung eines Einzelnen hinzugezogen werden. Kein Mensch kann in irgendeine Schublade gesteckt werden. Es gibt immer Abweichungen!

Deshalb:

Kritisiere das unverhältnismäßige Vorgehen Israels, aber achte auf die Empfindlichkeiten der israelischen Bürger.

Benutze nicht Worte, die eine Religion betreffen, die eine Person zu Unrecht treffen und verletzen könnten! Das macht Dich nicht zu einem besseren Menschen. Im Gegenteil!

Wer sagt Dir, wenn Du gegen den Juden hetzt, dass dieser Jude, dem du Unrecht tust, nicht dem Islam näher ist, als Du glaubst?

Wer sagt Dir, dass der Christ, der sich an seine Religion hält, Dir als Muslim nicht zuhören und Deine Religion nicht kennen lernen möchte?

Wer sagt Dir, dass dieser Muslim, der nach außen hin strenggläubig zu sein scheint, es auch im Herzen ist?

Eines der Zehn Gebote lautet: Du sollst nicht töten! Wie kann also behauptet werden, dass eine tatsächlich gläubige Person das Töten befürwortet?

„Gut und Böse können niemals gleich sein. Wehre das Böse mit dem ab, was besser (oder am besten) ist. Dann siehe: Der, zwischen dem und dir Feindschaft war, wird zu einem treuen Freund.” (Quran 41:34)

Wir sind selbst beeinflusst

Dem Muslim ist es auch auferlegt worden, alles Schlechte in bester Art und Weise abzuwenden und zwar mit Gutmütigkeit. Nicht mit Raketen und Waffen, sondern mit Liebe!

Sehen wir denn nicht, dass all diese Hetze auch von uns selbst geschürt wird, weil wir nicht nachdenken?

Sehen wir denn nicht, dass wir unterbewusst beeinflusst sind, obwohl wir meinen, frei zu denken?

Sehen wir denn nicht, dass wir uns absondern, nicht mehr voneinander und miteinander leben wollen, obwohl das Allahs/Gottes/Jahwes  Wille ist?

Wo ist die Freiheit geblieben? Wir denken nicht selbst, wir lassen uns freiwillig steuern, wenn wir unsere grauen Zellen nicht ein wenig anstrengen.

Die Barmherzigkeit eines Charakters macht jeden von uns aus.

Jeder Mensch sollte als Individuum und Mensch angesehen werden. Unabhängig von der Umwelt, die ihn umgibt. Blendet diese Umwelt aus, wenn ein Mensch auf Euch zukommt.

Ich ertrage diese Hetze, egal von welcher Seite sie kommen, nicht mehr. Und sie ist die Ursache unserer kaputten Gesellschaft.

Die Gesellschaft, die so handelt, schießt sich ein Eigentor und damit meine ich nicht FIFA. Hört also auch Ihr auf, gegen Euch selbst zu schießen, indem ihr Menschen nicht mal die Möglichkeit gebt, Euch als Menschen zu begegnen.

Dialog in Zeiten des Gaza-Krieges wichtiger denn je

Es ist schlimm genug, dass so viele Unschuldige leiden müssen.

Müssen wir das aber mit unserem Unwissen weiter fördern und unterstützen?

Ist es nicht schlimm genug, dass so viel Krieg auf der Welt herrscht?

Müssen wir das in unseren Köpfen weiter anheizen?

Wir müssen das Zusammentreffen aller Zivilisationen fördern und nicht negativ beeinflussen.

Denn wenn wir all das Negative zulassen, handeln wir respektlos gegenüber dem tatsächlichen Leid.

DAS SOLLTE IM FOKUS STEHEN!

Unsere Herzen sollten darüber traurig sein und nicht, weil der oder die eine einer bestimmten Religion, Hautfarbe oder Herkunft angehört!

Fangt endlich an zu leben und zwar miteinander!!!

Dieser Beitrag erschien auch bei www.tatjana-rogalski.de

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About Author

Tatjana Rogalski

ist Co-Chefbloggerin der Integrationsblogger, hat deutschrussische und tatarische Wurzeln. 1994 ist sie nach Deutschland ausgesiedelt. Jeder Mensch sollte Hoffnung in sich hegen, denn ohne Hoffnung ist der Untergang vorprogrammiert. "Wenn Du nicht fliegen kannst, renne, Wenn Du nicht rennen kannst, gehe, Wenn Du nicht gehen kannst, krieche. Was auch immer Du tust, Du musst weitermachen." (Martin Luther King) Denn nach jeder Erschwernis, folgt die Erleichterung! Falls die Erleichterung noch nicht eingetreten ist, dann ist es noch nicht das Ende! Sei positiv, lächle und zwar nicht erst, wenn der Sturm vorbei ist, sondern lächle ihm ins Gesicht, um ihn zu besiegen, glaube an Dich selbst und wisse, dass jeder Mensch auf seine Art und Weise einzigartig ist :)

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